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stärksten, tapfersten Zeit, der tragische Mythus? Und
das ungeheure Phänomen des Dionysischen? Was,
aus ihm geboren, die Tragödie? - Und wiederum:
das, woran die Tragödie starb, der Sokratismus der
Moral, die Dialektik, Genügsamkeit und Heiterkeit
des theoretischen Menschen - wie? könnte nicht gerade
dieser Sokratismus ein Zeichen des Niedergangs,
der Ermüdung, Erkrankung, der anarchisch sich lösenden
Instinkte sein? Und die »griechische Heiterkeit
« des späteren Griechentums nur eine Abendröte?
Der epikurische Wille gegen den Pessimismus nur
eine Vorsicht des Leidenden? Und die Wissenschaft
selbst, unsere Wissenschaft - ja, was bedeutet überhaupt,
als Symptom des Lebens angesehn, alle Wissenschaft?
Wozu, schlimmer noch, woher - alle Wissenschaft?
Wie? Ist Wissenschaftlichkeit vielleicht
nur eine Furcht und Ausflucht vor dem Pessimismus?
Eine feine Notwehr gegen - die Wahrheit? Und,moralisch
geredet, etwas wie Feig- und Falschheit? Unmoralisch
geredet, eine Schlauheit? O Sok... | Philosophie -> Nietzsche, Friedrich -> Die Geburt der Tragödie -> 1. Versuch einer Selbstkritik | | | Ergebnis aus Wikix.de | | Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.
Wie die volle Traube
aus dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Gelände reifen
Pfirsiche, mit Streifen
rot und weiß bemalt.
Flinke Träger springen,
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.
Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.
Johann Friedrich Reichhardt (1752-1814) | Lieder -> Herbstlieder | | | |
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