| ..., wagte aber auch nicht gegen die
Ueberzahl den Kampf, sondern zog es vor, in dem Bunde der Aufstaendischen
Zwietracht hervorzurufen; nachdem die eine Bande gegen die andere stand, wurde
die Regierung leicht ihrer aller Herr. Auch dieser sogenannte
Rinderhirtenaufstand hat wahrscheinlich, wie dergleichen Bauernkriege meistens,
einen religioesen Charakter getragen; der Fuehrer Isidoros, der tapferste Mann
Aegyptens, war seinem Stande nach ein Priester, und dass zur Bundesweihe nach
Ableistung des Eides ein gefangener roemischer Offizier geopfert und von den
Schwoerenden gegessen ward, passt sowohl dazu wie zu dem Kannibalismus des
Ombitenkrieges. Einen Nachklang dieser Vorgaenge bewahren die aegyptischen
Raeubergeschichten der spaetgriechischen untergeordneten Literatur. Wie sehr
uebrigens dieselben der roemischen Verwaltung zu schaffen gemacht haben moegen,
einen politischen Zweck haben sie nicht gehabt und auch die allgemeine Ruhe des
Landes nur partiell und temporaer ... |