| | Seite: [1] 2 | | | Lyrik von Keller | | Der Schweizer Dichter und Politiker Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in Zürich geboren. Nachdem er als Landschaftsmaler begann wandte er sich in der Zeit des Vormärz der politischen Dichtung zu. Außerdem verfasste er Natur- und Liebesgedichte nach klassischem, romantischem Muster. Er zählt zu den Meistern der Novellendichtung und war als Erzähler des bürgerlichen Realismus besonders wichtig. Er gehört zudem zu den erfolgreichsten Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Gottfried Keller ist am 15. Juli 1890 verstorben. Nach seiner Einäscherung wurde er 1890 in Zürich auf dem Zentralfriedhof beerdigt, mit einem von Richard Kissling entworfenen Grabdenkmal. | | | Ergebnis aus der Aquesta Online-Bibliothek | | ...verbessern. Kann es etwas Langweiligeres
geben? Statt die Schuld zu vermehren, will
man sie abzahlen. Wie thöricht! Warum nimmt man
nicht eine Staatsanleihe auf, aber nicht um Schulden
abzuzahlen, sondern um dem Volke angenehme Zerstreuungen
zu verschaffen. Laßt uns das tausendjährige
Reich feiern und alle Tage herrlich und in Freudenleben. Überall müßten Teller mit Geld stehen. Alles
würde gratis sein; das Theater, der zoologische Garten,
das Tivoli u.s.w., und gratis würde man beerdigt.
Ich sage absichtlich gratis; denn wenn man immer
Geld hat, so ist alles gewissermaßen gratis. Keiner
darf einen festen Besitz haben. Nur mit mir muß eine
Ausnahme gemacht werden. Ich behalte mir 100 Thaler
täglich vor, die auf der Londoner Bank gesichert
sein müßten, teils weil ich so viel haben muß, teils
weil ich diese Idee angegeben habe, und schließlich,
weil man nicht wissen kann, ob mir eine neue Idee
einfällt, wenn die Staatsanleihe verbraucht ist. | Philosophie -> Kierkegaard, Sören -> Entweder-Oder -> 2. Erster Teil -> Die Wechsel-Wirtschaft | | | | | Seite: [1] 2 | |
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