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Ansprüchen, zu sitzen pflegte, der »Kritiker«. In seiner
bisherigen Sphäre war alles künstlich und nur mit
einem Scheine des Lebens übertüncht. Der darstellende
Künstler wußte in der Tat nicht mehr, was er
mit einem solchen, kritisch sich gebärdenden Zuhörer
zu beginnen habe und spähte daher, samt dem ihn inspirierenden
Dramatiker oder Opernkomponisten, unruhig
nach den letzten Resten des Lebens in diesem
anspruchsvoll öden und zum Genießen unfähigen
Wesen. Aus derartigen »Kritikern« bestand aber bisher
das Publikum; der Student, der Schulknabe, ja
selbst das harmloseste weibliche Geschöpf war wider
sein Wissen bereits durch Erziehung und Journale zu
einer gleichen Perzeption eines Kunstwerks vorbereitet.
Die edleren Naturen unter den Künstlern rechneten
bei einem solchen Publikum auf die Erregung moralisch-
re... | Philosophie -> Nietzsche, Friedrich -> Die Geburt der Tragödie -> 3. Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik | | | Ergebnis aus Wikix.de | | ...t übereinstimmen.
Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.
Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben.
Geist ist die Voraussetzung der Langeweile.
Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
Erfolg verändert den Menschen nicht. Er entlarvt ihn.
Jeder Mann hat etwas Höheres als das Weib, wenn er wieder nüchtern ist.
Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. | | Zitate | | | | | Seite: [1] 2 | |
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