| ...»Eröffnung« seines
Lebens: gleichwie der Blitz sich herausarbeitet aus
dem Dunkel der Wetterwolke, geradeso bricht er aus
tiefem Lebensernste hervor, rascher als das Blitzes
Flug, unsteter als dieser und dennoch eben so taktfest;
höre, wie er in die gestaltenreiche Fülle des Menschenlebens
hinabstürzt, wie er gegen die festen
Dämme seiner Ordnungen anstürmt und sie durchbricht;
– höre diese leichten, schwebenden Violintöne,
höre der Freude Gruß, den Jubel der Sinnenlust,
die festliche Wonne des Genusses; höre seine wilde
Jagd, wie er sich selbst vorbeieilt, immer hastiger,
immer unaufhaltsamer; höre dieses ungezügelte
Toben der Begierde und Leidenschaft, höre wieder
das einschmeichelnde Säuseln der Liebe, die flüsternde
Stimme des Versuchers, den tollen Taumel
der Verführung, höre die Stille des Augenblicks. Ja,
hört, hört, hört Mozarts Don Juan! |