| | Ergebnis aus der Aquesta Online-Bibliothek | | ...hen soll!«
Aber Hauke erwiderte ruhig: »Laß Er nur, Vater; es wird schon alles werden.«
Und Hauke hatte so unrecht nicht gehabt; die Welt, oder was ihm die Welt bedeutete, wurde ihm klarer, je länger sein Aufenthalt in diesem Hause dauerte; vielleicht um so mehr, je weniger ihm eine überlegene Einsicht zu Hülfe kam und je mehr er auf seine eigene Kraft angewiesen war, mit der er sich von jeher beholfen hatte. Einer freilich war im Hause, für den er nicht der Rechte zu sein schien; das war der Großknecht Ole Peters, ein tüchtiger Arbeiter und ein maulfertiger Geselle. Ihm war der träge, aber dumme und stämmige Kleinknecht von vorhin besser nach seinem Sinn gewesen, dem er ruhig die Tonne Hafer auf den Rücken hatte laden und den er nach Herzenslust hatte herumstoßen können. Dem noch stilleren, aber ihn geistig überragenden Hauke vermochte er in solcher Weise nicht beizukommen; er hatte eine gar zu eigene Art, ihn anzublicken. Trotzdem verstand er es, Arbeiten für ihn auszusuchen, die seinem noch... | Belletristik -> Storm, Theodor -> Der Schimmelreiter | | | Ergebnis aus Wikix.de | | ...bei seinen Bauernknaben,
Wie hundert Junker es nicht haben.
Ein braver Mann, geschickt im Unterrichten,
Erfüllt' er redlich seine Pflichten,
Und das gefiel dem Vater sehr.
Er hielt ihn ungemein in Ehren,
Kam oft, den Kindern zuzuhören,
Weil es die Pflicht der Väter wär'.
Nun war ein Jahr vorbei. "Herr," sprach der gute Bauer,
"Was soll für Seine Mühe sein?"
"Ich ford're dreißig Taler." - "Nein,
Nein!" fiel der Alte hitzig ein,
"Sein Informatordienst ist sauer.
So kriegte ja der Großknecht, der mir pflügt,
Beinah so viel, als der Gelehrte kriegt,
Der das besorgt, was mir am Herzen liegt.
Die Kinder nützen Ihn ja für ihr ganzes Leben.
Nein, lieber Herr, das geht nicht an;
So wenig gibt kein reicher Mann.
Ich will Ihm mehr, ich will Ihm hundert Thaler geben,
Und mich von Herzen gern versteh'n,
Ihm jährlich diesen Lohn ansehnlich zu erhöh'n.
Gesetzt, ich müßt' ein Gut verpfänden;
Auch das! Ist's denn ein Bubenstück?
Viel besser, ich verpfänd's zu meiner Kinder Glück,
Als... | | Reime, Verse, Gedichte | | |
|