| | Seite: [1] 2 | | | Ergebnis aus der Aquesta Online-Bibliothek | | ...chtung, das Spiel als
untergeordnete, aber notwendige Taetigkeit auftritt und darum oeffentliche
Genossenschaften fuer beide bestellt sind, so erscheint die Dichtung mehr als
ein Zufaelliges und gewissermassen Gleichgueltiges, mochte sie nun fuer sich
entstehen oder dem Taenzer zur Begleitung seiner Spruenge dienen.
Den Roemern galt als das aelteste dasjenige Lied, das in der gruenen
Waldeseinsamkeit die Blaetter sich selber singen. Was der "guenstige Geist"
(faunus, von favere) im Haine fluestert und floetet, das verkuenden die, denen
es gegeben ist, ihm zu lauschen, den Menschen wieder in rhythmisch gemessener
Rede (casmen, spaeter carmen, von canere). Diesen weissagenden Gesaengen der vom
Gott ergriffenen Maenner und Frauen (vates) verwandt sind die eigentlichen
Zaubersprueche, die Besprechungsformeln gegen Krankheiten und anderes Ungemach
und die boesen Lieder, durch welche man dem Regen wehrt und den Blitz herabruft
oder auch die Saat von einem Feld auf das and... | Geschichte -> Theodor Mommsen -> Roemische Geschichte - 1. Buch -> Bis zur Abschaffung des roemischen Koenigtums -> 15. Kapitel | | | Ergebnis aus Wikix.de | | Alles neu, macht der Mai,
Macht die Seele frisch und frei
Laßt das Haus, kommt hinaus,
Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein,
Duftend pranget Flur und Hain;
Vogelsang, Hörnerklang
Tönt den Wald entlang.
Wir durchzieh'n Saaten grün,
Haine, die ergötzend blüh'n,
Waldespracht neu gemacht,
Nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
Rieselnd munter, silberhell,
Klein und Groß ruht im Moos,
Wie im weichen Schoß.
Hier und dort, fort und fort,
Wo wir ziehen Ort für Ort
Alles freut sich der Zeit,
Die verjüngt, erneut,
Widerschein der Schöpfung blüht
Uns erneuernd im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei
Macht der holde Mai.
H. Adam v. Kamp, 1818 (1796-1867)
| Lieder -> Frühlingslieder | | | | | Seite: [1] 2 | |
|