| ...n dem Keltenland auf, dies zu sein, da die Kelten selber Roemer
wurden und sein wollten. Wie weit die Arbeit bereits nach Ablauf des ersten
Jahrhunderts der Roemerherrschaft in Gallien gediehen war, zeigen die eben
erwaehnten Vorgaenge nach Neros Tod, die in ihrem Gesamtverlauf teils der
Geschichte des roemischen Gemeinwesens, teils den Beziehungen desselben zu den
Germanen angehoeren, aber auch in diesem Zusammenhang wenigstens andeutungsweise
erwaehnt werden muessen. Der Sturz der Julisch-Claudischen Dynastie ging von
einem keltischen Adligen aus und begann mit einer keltischen Insurrektion; aber
es war dies keine Auflehnung gegen die Fremdherrschaft wie die des Vercingetorix
oder noch des Sacrovir, ihr Ziel nicht die Beseitigung, sondern die Umgestaltung
des roemischen Regiments; dass ihr Fuehrer seine Abstammung von einem Bastard
Caesars zu den Adelsbriefen seines Geschlechts zaehlte, drueckt den halb
nationalen, halb roemischen Charakter dieser Bewegung deutlich a... |