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Koenigen von Pontos und Armenien bestand, liess nicht nach, sondern steigerte
sich mehr und mehr. Auf der einen Seite griff Koenig Tigranes von Armenien in
der ruecksichtslosesten Weise erobernd um sich. Die Parther, deren in dieser
Zeit auch durch innere Unruhen zerrissener Staat tief daniederlag, wurden in
andauernden Fehden weiter und weiter in das innere Asien zurueckgedraengt. Von
den Landschaften zwischen Armenien, Mesopotamien und Iran wurden Corduene
(noerdliches Kurdistan) und das Atropatenische Medien (Aserbeidschan) aus
parthischen in armenische Lehnkoenigreiche verwandelt und das Reich von Ninive
(Mosul) oder Adiabene, wenigstens voruebergehend, gleichfalls gezwungen, in die
armenische Klientel einzutreten. Auch in Mesopotamien, namentlich in und um
Nisibis, ward die armenische Herrschaft begruendet; nur die suedliche,
grossenteils wueste Haelfte, scheint nicht in festen Besitz des neuen
Grosskoenigs gekommen und namentlich Seleukeia am Tigris ihm... |