| ... In der
flavischen Zeit, in welcher die Monsunfahrten schon stehend geworden waren, ist
die ganze Westkueste Vorderindiens den roemischen Kaufleuten erschlossen bis
hinab zu der Kueste von Malabar, der Heimat des hoch geschaetzten und teuer
bezahlten Pfeffers, dessen wegen sie die Haefen von Muziris (wahrscheinlich
Mangaluru) und Nelkynda (indisch wohl Nilakantha, von einem der Beinamen des
Gottes Schiwa; wahrscheinlich das heutige Nileswara) besuchten; etwas weiter
suedlich bei Kananor haben sich zahlreiche roemische Goldmuenzen der julisch-
claudischen Epoche gefunden, einst eingetauscht gegen die fuer die roemischen
Kuechen bestimmten Gewuerze. Auf der Insel Salike, der Taprobane der aelteren
griechischen Schiffer, dem heutigen Ceylon, hatte in Claudius' Zeit ein
roemischer Angestellter, der von der arabischen Kueste durch Stuerme dorthin
verschlagen worden war, freundliche Aufnahme bei dem Landesherrn gefunden, und
es hatte dieser, verwundert, wie der Bericht ... |