| ... deren Taten, in
weithin leuchtenden Reliefs dargestellt, seine Friese
zieren. Wenn unter ihnen auch Apollo steht, als eine
einzelne Gottheit neben anderen und ohne den Anspruch
einer ersten Stellung, so dürfen wir uns dadurch
nicht beirren lassen. Derselbe Trieb, der sich in
Apollo versinnlichte, hat überhaupt jene ganze olympische
Welt geboren, und in diesem Sinne darf uns
Apollo als Vater derselben gelten. Welches war das
ungeheure Bedürfnis, aus dem eine so leuchtende Gesellschaft
olympischerWesen entsprang?
Wer, mit einer anderen Religion im Herzen, an
diese Olympier herantritt und nun nach sittlicher
Höhe, ja Heiligkeit, nach unleiblicher Vergeistigung,
nach erbarmungsvollen Liebesblicken bei ihnen sucht,
der wird unmutig und enttäuscht ihnen bald den
Rücken kehren müssen. Hier erinnert nichts an Askese,
Geistigkeit und Pflicht: hier redet nur ein üppiges,
ja triumphierendes Dasein zu uns, in dem alles
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