| ...ss griechische Taenze und musikalische Auffuehrungen die stehende Begleitung
einer vornehmen Tafel wurden; neu war eine Tanzschule, wie Scipio Aemilianus in
einer seiner Reden sie voll Unwillen schildert, in der ueber fuenfhundert Knaben
und Maedchen, die Hefe des Volkes und Kinder von Maennern in Amt und Wuerden
durcheinander, von einem Ballettmeister Anweisung erhielten, zu wenig ehrbaren
Kastagnettentaenzen, zu entsprechenden Gesaengen und zum Gebrauch der verrufenen
griechischen Saiteninstrumente. Neu war es auch - nicht so sehr, dass ein
Konsular und Oberpontifex, wie Publius Scaevola (Konsul 621 133), auf dem
Spielplatz ebenso bebend die Baelle fing, wie er daheim die verwickeltsten
Rechtsfragen loeste, als dass vornehme junge Roemer bei den Festspielen Sullas
vor allem Volke ihre Jockeykuenste produzierten. Die Regierung versuchte wohl
einmal, diesem Treiben Einhalt zu tun; wie denn zum Beispiel im Jahre 639 (115)
alle musikalischen Instrumente mit Ausnahme der in Latium ... |