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entstand dafuer eine durchaus epigonenhafte, kuenstlich grossgezogene
Reichsliteratur, die nicht auf einer bestimmten Volkstuemlichkeit ruhte, sondern
in zweien Sprachen das allgemeine Evangelium der Humanitaet verkuendigte und
geistig durchaus und bewusst von der hellenischen, sprachlich teils von dieser,
teils von der altroemischen Volksliteratur abhing. Es war dies kein Fortschritt.
Die Mittelmeermonarchie Caesars war wohl eine grossartige und, was mehr ist,
eine notwendige Schoepfung; aber sie war von oben herab ins Leben gerufen und
darum nichts in ihr zu finden von dem frischen Volksleben, von der
uebersprudelnden Nationalkraft, wie sie juengeren, beschraenkteren,
natuerlicheren Gemeinwesen eigen sind, wie noch der Staat Italien des sechsten
Jahrhunderts sie hatte aufzeigen koennen. Der Untergang der italischen
Volkstuemlichkeit, abgeschlossen in Caesars |