| ...uf die des so innig von ihr geliebten, jetzt als Betrüger
geschmähten Mannes) in ihr Leid aufnahm, auch
andre Möglichkeiten denken, insbesondere, daß sie
sich von allen zurückgezogen habe, um in ihrem
Kummer sich zu verzehren. Wir folgen Goethe. Ihre
Umgebung ist keineswegs ohne Mitgefühl; man teilt
ihren Schmerz, man hört einen teilnehmenden Ausruf:
»Ach, davon nimmt sie ihren Tod!« Ästhetisch geredet,
ist das nun durchaus richtig. Unglückliche Liebe
kann derart sein, daß ein Selbstmord ästhetisch als
berechtigt erscheint; nur darf sie alsdann nicht gerade
durch Betrug unglücklich geworden sein. Wo dieses
der Fall wäre, verlöre der |