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Ergebnis aus der Aquesta Online-Bibliothek
... ein Trost, daß es die allgemeine Sündhaftigkeit ist, welche auch in ihm sich regt, daher er auch von dem allgemeinen Heile nicht ausgeschlossen ist. Dieser Trost kann ja nur ein religiöser sein; und wer etwa wähnt, auf irgend einem andern Wege, z.B. durch ästhetische Verflüchtigung, dazu gelangt zu sein, der hat sich selbst betrogen und besitzt den Trost eigentlich gar nicht. In gewissem Sinne beweist daher die Zeit einen sehr richtigen Takt, wenn sie das Individuum für alles selbstverantwortlich machen will. Aber leider thut sie's nicht ernst und innerlich genug, was eben ihre Halbheit ist. Sie ist selbstklug genug, um die Thränen der Tragödie zu verschmähen, aber auch selbstklug genug, um der Barmherzigkeit entbehren zu wollen. Und was ist doch, sobald man diese zwei Dinge fortnimmt, das Menschenleben? was ist das Menschengeschlecht? – Entweder also die Wehmut des Tragischen, oder das ernste Leid der Religion und ihre um so tiefere Freude. Oder ist nicht der charakte...
Philosophie ->
Kierkegaard, Sören ->
Entweder-Oder ->
2. Erster Teil ->
Der Reflex des Antik-Tragischen in dem Modern-Tragischen
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