| | Seite: [1] 2 | | | Ergebnis aus der Aquesta Online-Bibliothek | | ...e warf einen fragenden Blick auf den Konakdschi. Dieser nickte ihr zu. Ich verstand, was er ihr
damit sagte, that aber, als hätte ich nichts gesehen.
»Es kamen Reiter hier vorbei,« erklärte sie mir. »Einer von ihnen war krank; er konnte nicht
weiter, und so baten sie mich, ihn hier zu behalten, bis er stärker geworden sei oder bis sie
ihn abholen würden. Sie versicherten, daß ich eine sehr gute Bezahlung dafür erhalten werde.«
»Kanntest Du sie?«
»Nein.«
»Warum sagtest Du, daß dieser alte Sünder Dein Bruder sei?«
»Ob er ein | Belletristik -> May, Karl -> Der Schut | | | Ergebnis aus Wikix.de | | ... und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille und in der Dämmerung Hülle
so traulich und so hold !
Als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen ?
Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel;
wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freu´n !
Laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden,
wie Kinder fromm und fröhlich sein.
Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod,
und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.
So legt euch denn ihr Brüde... | Reime, Verse, Gedichte -> Kinderlieder | | | | | Seite: [1] 2 | |
|