| ...kelte. Wie der Grieche, wenn er opfert, die Augen zum Himmel aufschlaegt,
so verhuellt der Roemer sein Haupt; denn jenes Gebet ist Anschauung und dieses
Gedanke. In der ganzen Natur verehrt er das Geistige und Allgemeine; jedem
Wesen, dem Menschen wie dem Baum, dem Staat wie der Vorratskammer, ist der mit
ihm entstandene und mit ihm vergehende Geist zugegeben, das Nachbild des
Physischen im geistigen Gebiet; dem Mann der maennliche Genius, der Frau die
weibliche Juno, der Grenze der Terminus, dem Wald der Silvanus, dem kreisenden
Jahr der Vertumnus, und also weiter jedem nach seiner Art. Ja es wird in den
Handlungen der einzelne Moment der Taetigkeit vergeistigt; so wird
beispielsweise in der Fuerbitte fuer den Landmann angerufen der Geist der
Brache, des Ackerns, des Furchens, Saeens, Zudeckens, Eggens und so fort bis zu
dem des Einfahrens, Rufspeicherns und des Oeffnens der Scheuer; und in
aehnlicher Weise wird Ehe, Geburt und jedes andere physische Ereignis mit
hei... |