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Mitternacht zu ihm gehen und zu ihm sagen: Freund, leihe mir
drei Brote, 11.6 da mein Freund von der Reise bei mir
angekommen ist und ich nichts habe, was ich ihm vorsetzen soll;
11.7 und jener wuerde von innen antworten und sagen: Mach mir
keine Muehe, die Tuer ist schon geschlossen, und meine Kinder sind
bei mir im Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben? 11.8
Ich sage euch, wenn er auch nicht aufstehen und ihm geben wird,
weil er sein Freund ist, so wird er wenigstens um seiner
Unverschaemtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er
braucht. 11.9 Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch
gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es
wird euch aufgetan werden. 11.10 Denn jeder Bittende empfaengt,
und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan
werden. 11.11 Wo ist unter euch ein Vater, den der Sohn um
einen Fisch bitten wird - er wird ihm statt des Fisches doch
nicht eine Schlange geben? 11.12 Oder auch, wenn er um ein Ei
baete - er wird ihm ... | Neues Testament -> Das Evangelium nach Lukas | | | Ergebnis aus der Aquesta Online-Bibliothek | | ...icht wegen Unzucht zur
Verantwortung gezogen und saemtlich zum Tode verurteilt wurden. Solchen Skandal
nun konnten freilich gesetzte Leute nicht billigen; aber dagegen war nichts
einzuwenden, dass man die positive Religion im vertrauten Kreise albern fand:
die Augurn konnten, wenn einer den andern fungieren sah, sich einander ins
Gesicht lachen, unbeschadet ihrer religioesen Pflichten. Man gewinnt die
bescheidene Heuchelei verwandter Richtungen ordentlich lieb, wenn man die krasse
Unverschaemtheit der roemischen Priester und Leviten damit vergleicht. Ganz
unbefangen ward die offizielle Religion behandelt als ein hohles, nur fuer die
politischen Maschinisten noch brauchbares Gerueste; in dieser Eigenschaft konnte
es mit seinen zahllosen Winkeln und Falltueren, wie es fiel, jeder Partei dienen
und hat einer jeden gedient. Zumeist sah allerdings die Oligarchie ihr Palladium
in der Staatsreligion, vornehmlich in der Auguraldisziplin; aber auch die
Gegenpartei machte keine prinzip... | Geschichte -> Theodor Mommsen -> Roemische Geschichte - 4. Buch -> 12. Kapitel | | |
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