| ...gnen bei dem feinen Verfasser der am Schlusse
dieser Periode geschriebenen, dem Herennius gewidmeten Rhetorik. Man zuckte die
Achseln ueber die Interpolationen, mit denen der derbe roemische Volkswitz die
eleganten Komoedien des Philemon und des Diphilos staffiert hatte. Halb
laechelnd, halb neidisch wandte man sich ab von den unzulaenglichen Versuchen
einer dumpfen Zeit, die diesem Kreise erscheinen mochten etwa wie dem gereiften
Manne die Gedichtblaetter aus seiner Jugend; auf die Verpflanzung des
Wunderbaumes verzichtend, liess man in Poesie und Prosa die hoeheren
Kunstgattungen wesentlich fallen und beschraenkte sich hier darauf, der
Meisterwerke des Auslandes sich einsichtig zu erfreuen. Die Produktivitaet
dieser Epoche bewegt sich vorwiegend auf den untergeordneten Gebieten, der
leichteren Komoedie, der poetischen Miszelle, der politischen Broschuere, den
Fachwissenschaften. Das literarische Stichwort wird die Korrektheit, im
Kunststil und vor allem in der Sprache, ... |